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Die WPK Wissenschaftspressekonferenz e.V. wurde anlässlich der GEC mit dem „Stein im Brett“ durch den BDG geehrt.

Martin Schneider, Vorstandsvorsitzender der WPK führt dazu aus, dass es Geowissenschaftlern nicht schwer fiele, ihre Themen an die Öffentlichkeit zu bringen. Allerdings flössen bei der Bewertung geowissenschaftlicher Projekte auch nicht-geowissenschaftliche Aspekte mit ein. Den dazu erforderlichen gedanklichen Raum böte der Wissenschaftsjournalismus.

Bild von Gunnar Ries: Andreas Hagedorn (l), Vorstandsvorsitzender des BDG, verleiht den Stein im Brett an Martin Schneider (r) als Vertreter der WPK

Die Wissenschaft leide aktuell unter einem Vertrauensverlust der sich auch in einer zunehmenden Kritik der Medien zeige, bemerkt Schneider. So wird die Wissenschaft teilweise nur als eine Stimme von vielen betrachtet. Hier gewönne der kritische Wissenschaftsjournalismus an Bedeutung, da er durch seine umfassende Betrachtung, das Einordnen, Bewerten und Hinterfragen, die Stärkung des Vertrauens in die Wissenschaft möglich mache.

Die derzeitige Krise der Medien zeige sich in der unaufhaltsamen Schrumpfung des Printsektors und der damit einhergehenden Erosion des klassischen Geschäftsmodells. So wird die Finanzierung der Printmedien durch wegfallende Inserate und abnehmende Abonnenten erschwert. Diese allgemeine Krise trifft gerade die Wissenschaftsresorts besonders stark, da diese i.d.R. relativ klein sind beendet der Vorstandsvorsitzende der WPK seine Argumentation.

Vor dem Hintergrund dieser Situation ist die Wissenschaftspressekonferenz WPK besonders zu würdigen, da sie sich bemüht, die Bedingungen für guten Wissenschaftsjournalismus zu verbessern: die Organisation von Hintergrundgesprächen mit Wissenschaftlern, weiterführende Workshops und Kongresse mit dem Schwerpunkt Erfahrungsaustausch charakterisieren ihre Arbeit in den letzten Jahren. Mit der Gründung des science media centers in 2015 konnte die WPK ihre bisherige Arbeit krönen: hier werden wissenschaftliche Fakten zu aktuellen Geschehnissen zusammengestellt und Journalisten als Recherchequelle und Zitate-Pool für ihre Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

Seit 2002 verleiht der BDG den „Stein im Brett“ an Personen und Organisationen, die sich um die Geowissenschaften verdient gemacht haben, ohne selbst Geowissenschaftler zu sein. Neben der WPK waren z.B. auch der Zoo Leipzig, Ranga Yogeshwar sowie der Autor Frank Schätzing unter den Preisträgern.