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SATZUNG DES
BERUFSVERBANDES DEUTSCHER GEOWISSENSCHAFTLER e. V. - BDG

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.1 Der Berufsverband ist ein eingetragener Verein. Er führt den Namen "Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.", abgekürzt BDG.

1.2 Der Sitz des Verbandes ist Bonn.

1.3 Der Verband gibt sich eine Geschäftsordnung.

1.4 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 Zweck und Aufgaben des Verbandes

2.1 Zweck des Verbandes ist der sinnvolle Einsatz geowissenschaftlichen Wissens und Schaffens in Verantwortung für die Allgemeinheit.

Dazu gehören besonders:

  • Vertretung der Geowissenschaftler, insbesondere der Geologen, Geophysiker und Mineralogen, in der Öffentlichkeit, vor dem Gesetzgeber und öffentlichen Körperschaften.

  • Schutz der geowissenschaftlichen Berufsbezeichnungen (vergl. § 4).

  • Darstellung der Tätigkeitsfelder der Geowissenschaftler in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, insbesondere in ihren vielfältigen Ausprägungen im Staatsdienst, an der Hochschule, in der Wirtschaft und im freien Beruf.

  • Aufklärung der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit und den Nutzen geowissenschaftlicher Arbeit.

  • Fortbildung der Mitglieder und Förderung des Nachwuchses, um die beruflichen Möglichkeiten der Geowissenschaftler zu verbessern und zu erweitern.

  • Förderung des Erfahrungsaustausches.

  • Aufstellung und Verbreitung eines Kodex des beruflichen Verhaltens.

  • Festlegung einer Honorarordnung.

  • Arbeits- und versicherungsrechtliche Beratung und Hilfe für die Mitglieder.

  • Pflege von Beziehungen zu benachbarten Berufsgruppen und zu Berufsverbänden der Geowissenschaftler im Ausland sowie zu nationalen und internationalen Verbänden.


2.2 Diesem Zwecke dienen:

  • Einrichten eines Informationsdienstes, der intensive Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

  • Information der Mitglieder über neue Entwicklungen im Berufsfeld und auf dem Arbeitsmarkt.

  • Festlegung der Anforderungen an Ausbildung und berufliche Leistungen.

  • Mitwirkung im Bildungswesen, insbesondere bei der Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Mitglieder.

  • Zusammenarbeit mit anderen berufsständischen und wissenschaftlichen Vereinigungen des In- und Auslandes.

 


§ 3 Verwendung der Mittel des Verbandes

3.1 Die Mittel des Verbandes dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Eigenwirtschaftliche oder sonstige Gewerbstätigkeiten sind ausgeschlossen.

3.2 Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Es darf keine Person durch unverhältnismäßig hohe oder dem Zweck des Verbandes fremde Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Mitgliedschaft

Der Verband hat Ordentliche, Junior-, Studentische, Außerordentliche sowie Fördernde und Korporative Mitglieder.

4.1 Ordentliche Mitglieder können alle Geowissenschaftler mit Hochschulabschluß (Universität, Technische Hochschule, Technische Universität) oder Absolventen anderer, einschlägiger und gleichwertiger Fachrichtungen mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung in einem geowissenschftlichen Arbeitsgebiet werden.

Ordentliche Mitglieder mit mindestens fünfjähriger Berufserfahrung sind berechtigt, hinter ihrem Namen oder der Berufsbezeichnung die Buchstaben „BDG" zu führen.

4.2 Junior-Mitglieder sind Geowissenschaftler mit Hochschulabschluß oder Absolventen anderer, einschlägiger und gleichwertiger Fachrichtungen (Universität, Technische Universität und Technische Hochschule) während der ersten drei Jahre nach Ablegung ihres Examens.

4.3 Studentische Mitglieder sind Studierende geowissenschaftlicher Studiengänge an Universitäten, Technischen Universitäten und Technischen Hochschulen.

4.4 Außerordentliche Mitglieder sind Personen, die nicht unter § 4.1, 4.2 oder 4.3 fallen, bei denen ein gegenseitiges Interesse an der Mitgliedschaft im BDG besteht. Die Aufnahme bleibt Vorstand und Beirat per Einzelbeschluß vorbehalten.

4.5 Fördernde Mitglieder des Verbandes können Firmen, Körperschaften, wissenschaftliche Institute und Vereine werden.

4.6 Korporative Mitglieder können Unternehmen werden, die sich fachspezifisch betätigen. Nach Genehmigung durch den Vorstand können korporative Mitglieder hinter ihrem Namen die Buchstaben „BDG" führen.

4.7 Ausnahmeregelungen zu § 4.1, 4.2, 4.3, 4.4 und 4.5 bleiben Vorstand und Beirat vorbehalten.

4.8 Die Mitgliedschaft beginnt mit der Annahme des schriftlichen Antrages durch den geschäftsführenden Vorstand und dem Eingang des ersten Jahresbeitrages. Über die Ablehnung eines Aufnahmeantrages entscheiden Vorstand und Beirat gemeinsam.

4.9 Die Mitgliedschaft wird beendet:

  • Durch schriftliche Austrittserklärung mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres.

  • Durch Ausschluß, der vom Vorstand bei vereinsschädigendem Verhalten beschlossen werden kann. Vereinsschädigendes Verhalten liegt u. a. vor bei Schädigung des Ansehens und der Interessen des Verbandes, bei groben Satzungsverletzungen, bei Verstoß gegen den Kodex des beruflichen Verhaltens und bei Nichtbezahlung des Beitrages trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung. Gegen den Ausschluß ist Widerspruch innerhalb 30 Tagen möglich, über den dann Vorstand und Beirat gemeinsam in geheimer Abstimmung beschließen.


4.10 Die Mitgliedschaft erlischt:

  • bei natürlichen Personen durch den Tod.

  • bei juristischen Personen mit ihrer Auflösung.

 

4.11 Ausscheidende oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch an das Vermögen des Verbandes. Das Ende der Mitgliedschaft befreit das Mitglied nicht von bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Verband.

4.12 Ehrenmitgliedschaft

Vorstand und Beirat haben die Möglichkeit, besonders verdiente Mitglieder des BDG zu Ehrenmitglieder zu ernennen. (siehe auch § 5.6)


§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

5.1 Ordentliche und Junior-Mitglieder haben:

  • Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung,

  • das Recht, in alle Ämter des Verbandes gewählt zu werden,

  • das Recht, an die Mitgliederversammlung oder den Vorstand Anträge zu stellen und

  • das Recht, die satzungsgemäßen Leistungen des Verbandes in Anspruch zu nehmen.


5.2 Studentische und außerordentliche Mitglieder haben Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung und das Recht, die satzungsgemäßen Leistungen des Verbandes in Anspruch zu nehmen.

  • Die studentischen und außerordentlichen Mitglieder haben das Recht, in den Beirat des Verbandes gewählt zu werden. Alles weitere regelt § 11.1 Beirat.


5.3 Fördernde und korporative Mitglieder haben:

  • je einen Sitz und eine Stimme in der Mitgliederversammlung,

  • das Recht, an die Mitgliederversammlung und den Vorstand Anträge zu stellen und

  • das Recht, die satzungsgemäßen Leistungen des Verbandes in Anspruch zu nehmen.


5.4 Die Mitglieder unterstützen Vorstand und Beirat bei der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben.

5.5 Die Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung des Kodex des beruflichen Verhaltens.

5.6 Mitglieder haben keinen Anspruch an das Vermögen des Verbandes oder auf Rückzahlung geleisteter Beiträge.

5.7 Ehrenmitglieder werden wie ordentliche Mitglieder behandelt, sind jedoch von der Entrichtung des Jahresbeitrages befreit.

 

§ 6 Mittel des Verbandes

6.1 Der Verband verfügt für seine satzungsgemäßen Zwecke über

  • Beiträge der Mitglieder,

  • Zuwendungen, Spenden, Schenkungen,

  • Vermögen und seine Erträge.


6.2 Der Verband erhebt

  • von ordentlichen Mitgliedern, die im Beruf stehen, den vollen Jahresbeitrag;

  • von studentischen, Junior- und außerordentlichen Mitgliedern einen ermäßigten Beitrag;

  • von fördernden und korporativen Mitgliedern sowie von Freiberuflern einen von Vorstand und Beirat jeweils für die Dauer von vier Jahren festgesetzten Mindestbeitrag.


6.3 Die Höhe der Jahresbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Beirat festgesetzt.

6.4 Die Jahresbeiträge sind innerhalb der ersten drei Monate des Kalenderjahres gebührenfrei zu entrichten.

6.5 Der Jahresbeitrag für das Geschäftsjahr des Eintritts und des Ausscheidens ist in voller Höhe zu entrichten.


§ 7 Verwaltung des Verbandes

Die Angelegenheiten des Verbandes besorgen:

1. Die Mitgliederversammlung,

2. der Vorstand,

3. der Beirat,

4. die Geschäftsführung.


§ 8 Mitgliederversammlung

8.1 Die Aufgaben der Mitgliederversammlung bestehen u. a. in

  • der Wahl der Mitglieder von Vorstand und Beirat,

  • der Entlastung des Vorstandes und Beirates nach Entgegennahme der Jahresberichte von Vorstand und Beirat, Geschäftsführung sowie Rechnungs- und Kassenprüfern;

  • der Wahl zweier Rechnungs- und Kassenprüfer aus den Mitgliedern, die nicht dem Vorstand oder dem Beirat angehören;

  • der Festsetzung des Jahresbeitrages;

  • der Beschlußfassung über die von Vorstand und Beirat der Mitgliederversammlung eingebrachten Anträge;

  • der Bestimmung von Ort und Zeit der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung und

  • der Beschlußfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Verbandes.


8.2 Ordentliche Mitgliederversammlungen finden in der Regel alle zwei Jahre statt. Dazu erfolgt die Einladung mit der Tagesordnung spätestens vier Wochen vorher. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Verbandes oder einem seiner Stellvertreter geleitet. Näheres regelt die Geschäftsordnung.

8.3 Außerordentliche Mitgliederversammlungen können bei Bedarf vom Vorsitzenden des Verbandes einberufen werden. Auf schriftliches Verlangen von 50 ordentlichen Mitgliedern oder mindestens 1/10 der Gesamtzahl der Mitglieder oder zwei Dritteln der Mitglieder von Vorstand und Beirat muß eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Die Einladung mit der Tagesordnung erfolgt spätestens zwei Wochen vorher.

8.4 Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig. Sie beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit, ausgenommen Beschlüsse über Satzungsänderungen oder die Auflösung des Verbandes, die eine Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erfordern.

8.5 Über die Mitgliederversammlung wird ein Ergebnisprotokoll angefertigt, das vom Vorsitzenden und dem Protokollführer unterzeichnet und den Mitgliedern bekanntgegeben wird. Ergeben sich zwei Monate nach Veröffentlichung des Protokolls keine Einsprüche, gilt es als angenommen.

8.6 Anträge zur Mitgliederversammlung müssen dem Vorstand mindestens sechs Wochen vorher schriftlich vorliegen. Über die Behandlung der auf der Mitgliederversammlung ergänzend zur Tagesordnung gestellten Anträge entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden.


§ 9 Wahlen zu Vorstand und Beirat

9.1 Die Mitgliederversammlung wählt Vo-stand und Beirat. Kandidaten können nur ordentliche und Junior-Mitglieder sein. Regelungen bzgl. Beirat siehe § 11.

9.2 Jedes Mitglied hat das Recht, dem Vorstand und Beirat schriftlich Kandidaten zur Wahl vorzuschlagen.

9.3 Jedes stimmberechtigte Mitglied hat je eine Stimme für jeden neu zu besetzenden Platz im Vorstand und Beirat.

9.4 Die weitere Verfahrensweise regelt die Wahlordnung.

 

§ 10 Vorstand des Verbandes

10.1 Vorstand im Sinne von § 26 BGB ist der geschäftsführende Vorstand. Ihm gehören an: der Vorsitzende, der erste stellvertretende Vorsitzende und der Schatzmeister.

Je zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes sind zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung des Verbandes befugt.

10.2 Der erweiterte Vorstand besteht aus

  • den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes,

  • dem zweiten, dritten und vierten stellvertretenden Vorsitzenden,

  • dem Protokollführer,

  • dem Pressereferenten und

  • dem Redakteur der BDG-Mitteilungen


10.3 Dem Vorstand obliegt die Erfüllung des satzungsgemäßen Auftrages und die Leitung des Verbandes. Er ist für sämtliche Aufgaben zuständig, die nicht ausdrücklich der Mitgliederversammlung (§ 8) oder dem geschäftsführenden Vorstand vorbehalten sind. Er führt die laufenden Geschäfte des Verbandes.

10.4 Die Mitglieder des Vorstandes werden auf Dauer von vier Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist möglich. Dem Vorstand sollen angehören: je ein Angehöriger der Hochschulen, der Wirtschaft, der Ämter und Behörden sowie ein freiberuflich Tätiger.

10.5 Bei vorzeitigem Ausscheiden des Vorsitzenden tritt bis zur nächsten Mitgliederversammlung der erste stellvertretende Vorsitzende an seine Stelle.

Bei vorzeitigem Ausscheiden des ersten stellvertretenden Vorsitzenden oder des Schatzmeisters übernimmt einer der weiteren stellvertretenden Vorsitzenden in der gewählten Reihenfolge das Amt des Ausscheidenden kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Bei vorzeitigem Ausscheiden oder dauernder Verhinderung eines der Mitglieder von Vorstand und Beirat, das nicht dem geschäftsführenden Vorstand angehört, beruft der erweiterte Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung ein Mitglied des Verbandes an Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes.

10.6 Vorstandssitzungen finden in der Regel zur Mitgliederversammlung und zweimal im Geschäftsjahr statt. Der Vorstand ist nur beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder von Vorstand und Beirat anwesend ist. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende die Stellungnahme der Mitglieder von Vorstand und Beirat sowie der Geschäftsführung auf schriftlichem Wege einholen. Bei Ereignissen, die ein schnelles Handeln des Vorstandes erfordern, darf der geschäftsführende Vorstand Entscheidungen ohne Zustimmung von Vorstandes und Beirat fällen.

Die Zustimmung muß nachträglich, spätestens bei der nächstfolgenden Vorstandssitzung eingeholt werden.

10.7 Die Mitarbeit in den Gremien des BDG ist ehrenamtlich. Auskünfte werden vom Vorstand nach bestem Gewissen erteilt, jedoch ohne Übernahme von Haftung.


§ 11 Beirat

11.1 Dem Vorstand stehen zehn ehrenamtliche

Beiratsmitglieder zur Seite. Der Beirat besteht aus je zwei Angehörigen der Hochschulen, der Wirtschaft, der freiberuflich tätigen Mitglieder, der Ämter und Behörden und zwei außerordentlichen bzw. studentischen Mitgliedern, wobei mindestens einer Student ist.

11.2 Beiratsmitglieder sind auf den Sitzungen von Vorstand und Beirat voll stimmberechtigt. Der Beirat soll den Vorstand in seiner Arbeit unterstützen. Die Mitglieder des Beirates werden von der Mitgliederversammlung auf vier, studentische Vertreter auf zwei Jahre gewählt; Wiederwahl ist möglich. Der Beirat kann in gegebenen Fällen auch gesondert tagen.

11.3 Nach Beschluß von Vorstand und Beirat werden kooptierte Mitglieder in den Beirat berufen. Kooptierte Mitglieder des Beirates haben Sitz- und Rederecht.

 

§ 12 Arbeitskreise

Der Vorstand entscheidet über die Einsetzung von Arbeitskreisen für bestimmte Aufgabengebiete oder Fragestellungen. Ist der Arbeitskreissprecher, der vom Arbeitskreis gewählt wird, nicht Mitglied von Vorstand oder Beirat, wird er wie ein kooptiertes Beiratsmitglied behandelt.

 

§ 13 Ausschüsse


Die Berufsgruppen innerhalb des BDG haben das Recht, zur Wahrnehmung ihrer gruppenspezifischen Interessen Ausschüsse des BDG zu bilden.

Jedes ordentliche Mitglied, das der betreffenden Berufsgruppe angehören soll, kann in den Ausschüssen mitarbeiten.

Die Ausschüsse bedürfen zu ihrer Tätigkeit der Genehmigung von Vorstand und Beirat. Ist der Ausschußsprecher, der vom Ausschuß gewählt wird, nicht Mitglied von Vorstand und Beirat, wird er wie ein kooptiertes Beiratsmitglied behandelt.

 

§ 14 Beauftragte

Zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben kann der Vorstand einen Beauftragten ernennen. Der Beauftragte wird wie ein kooptiertes Beiratsmitglied behandelt und ist dem Vorstand rechenschaftspflichtig. Die Beauftragung kann vom Vorstand aufgehoben werden.

 


§ 15 Rechnungsprüfung


15.1 Für die Dauer von zwei Jahren wählt die Mitgliederversammlung gem. § 8 Abs. 1 der Satzung aus den Mitgliedern zwei Rechnungsprüfer.

15.2 Über die Rechnungsprüfung ist ein Bericht anzufertigen, aus dem Art und Umfang der Prüfung ersichtlich sind. Dieser Bericht ist der Mitgliederversammlung vorzulegen.

15.3 Die Rechnungsprüfer haben außerdem die Ordnungsmäßigkeit des Berichtes des Vorstandes über die Rechnungsführung zu bestätigen.

 

§ 16 Geschäftsführung

Zur Verwaltung und Durchführung seiner Geschäfte richtet der Verband eine Ge-schäftsstelle ein, an deren Spitze ein besoldeter Geschäftsführer steht. Die Anstellung des Geschäftsführers und weiterer Mitarbeiter sowie die Festlegung der Geschäftsordnung für die Geschäftsstelle erfolgen durch Vorstand und Beirat. Der Geschäftsführer ist an die Geschäftsordnung gebunden und muß an den Sitzungen des Vorstandes und Beirates teilnehmen. Er hat hier nur beratende Funktion und kein Stimmrecht. Die Geschäftsführung leitet die Geschäfte nach Weisung des Vorstandes. Sie ist dem Vorstand gegenüber verantwortlich.

Ist der Geschäftsführer Mitglied des Verbandes, so ruht sein passives Wahlrecht.

 

§ 17 Satzungsänderungen

Vorgesehene Satzungsänderungen sind den Mitgliedern mindestens vier Wochen vor der ordentlichen Mitgliederversammlung schriftlich vorzulegen. Satzungsänderungen können von Vorstand und Beirat, von 50 ordentlichen Mitgliedern oder mindestens 1/10 der Gesamtzahl der Mitglieder beantragt werden. Sie gelten als angenommen, wenn sie von der ordentlichen Mitgliederversammlung mit Drei-viertel-Mehrheit beschlossen werden.

 

§ 18 Auflösung des Verbandes

Die Auflösung des Verbandes kann von Vorstand und Beirat mit Dreiviertel-Meh-heit beantragt und von einer ausschließlich zu diesem Zweck acht Wochen vorher einberufenen Mitgliederversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit beschlossen wer-den.

Nach Auflösung des Verbandes fällt das Vermögen an die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung. Liquidatoren sind die amtierenden Vorstandsmitglieder. Jede Z-wendung von Vermögen oder Vermögensteilen an Mitglieder des Verbandes ist ausgeschlossen.

 

§ 19 Inkrafttreten der Satzung

Diese Satzung ist von der Gründungsversammlung am 23. Juni 1984 in Bonn beschlossen worden und tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn am 4. Dezember 1984 in Kraft.

Änderungen, die auf Mitgliederversammlungen beschlossen wurden, sind in vor-liegender Fassung enthalten und ebenfalls beim Amtsgericht in Bonn hinterlegt. Letzte Änderungen ergaben sich auf der 11. ordentlichen Mitgliederversammlung (November 2005 in Bonn).


 

Geschäftsordnung

§ 1 Einberufung der Mitgliederversammlung

Für die Einberufung der Mitgliederversammlung gelten die Vorschriften der Satzung gemäß § 8.

§ 2 Tagesordnung

2.1 Die Tagesordnung wird der Mitgliederversammlung vom Vorstand vorgeschlagen. Der Vorstand muß in die Tagesordnung alle Anträge, Anfragen und Erklärungen von Antragsberechtigten aufnehmen, die der Mitgliederversammlung unterbreitet werden sollen. Die endgültige Tagesordnung wird von der Mitgliederversammlung genehmigt.

2.2 Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung wird wie folgt aufgestellt:

a) Feststellung der Anwesenheit und der Beschlußfähigkeit

b) Genehmigung der Tagesordnung

c) Genehmigung des Protokolls

d) Berichte des Vorstandes und Beirates

e) Kassenbericht

f) Aussprache zu den Berichten

g) Anträge und Besprechungen, Anfragen

h) Wahlen

i) Verschiedenes

2.3 Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat folgende Tagesordnung:

a) Feststellung der Anwesenheit und der Beschlußfähigkeit

b) Grund der Einberufung, Diskussion, Beschluß

c) Verschiedenes

§ 3 Beschlußfähigkeit

3.1 Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen wurde (s. § 8.4 der Satzung).

3.2 Die Beschlußfassung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit, soweit die Satzung nicht eine andere Mehrheit vorschreibt.


§ 4 Öffentlichkeit

4.1 Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich, es sei denn, daß der Vorstand zu einer nichtöffentlichen Sitzung einberufen hat.

4.2 Die Öffentlichkeit kann mit einfacher Stimmenmehrheit ausgeschlossen werden.

4.3 Mit Zustimmung der Versammlung kann der Versammlungsleiter weiteren Personen die Anwesenheit gestatten.

4.4 Personaldebatten sind vertraulich und nicht öffentlich.

§ 5 Versammlungsleitung

5.1 Der Vorsitzende des Verbandes oder einer seiner Stellvertreter eröffnet, leitet und schließt die Mitgliederversammlung nach Maßgabe dieser Geschäftsordnung. Er übt sein Amt unparteiisch aus.

5.2 Der Versammlungsleiter wird in folgenden Punkten vom Protokollführer unterstützt:

  • beim Führen des Protokolls,

  • beim Verlesen von Schrift­stücken,

  • beim Führen der Rednerliste,

  • beim Sammeln und Zählen der Stimmen.

 

5.3 Der Versammlungsleiter übt das Hausrecht aus.

§ 6 Rede-, Antrags- und Stimmrecht

6.1 Jedes Mitglied hat auf der Mitgliederversammlung Rederecht; Antrags- und Stimmrecht regelt § 5 der Satzung.

6.2 Der Versammlungsleiter kann in besonderen Angelegenheiten das Wort erteilen.

6.3 Der Versammlungsleiter führt eine Rednerliste und erteilt das Wort in der Reihenfolge der Meldun­gen.

6.4 Der Versammlungsleiter unterbricht die Rednerliste bei dem Ruf "Zur Geschäftsordnung".

§ 7 Redezeit

Die Redezeit kann vom Versammlungsleiter begrenzt werden, jedoch nicht unter drei Minuten. Die Redezeit ist für alle Mitglieder gleich.


§ 8 Anträge auf Schluß der Rednerliste und Schluß der Debatte

8.1 Der Antrag auf Schluß der Rednerliste bzw. auf Schluß der Debatte ist zu begründen.

8.2 Diese Anträge kann nur ein Mitglied stellen, das noch nicht zu diesem Tagesordnungspunkt gesprochen hat.

8.3 Der Versammlungsleiter gibt der Mitgliederversammlung die noch auf seiner Rednerliste stehenden Red­ner bekannt. Eine Gegenrede ist möglich.

8.4 Über die Anträge muß sofort abgestimmt werden. Sie gelten bei einfacher Stimmenmehrheit als angenommen.

8.4 Abgestimmt wird in der Regel durch Handzeichen.

§ 9 Anträge "Zur Sache"

9.1 Es gelten § 5 und § 8, Abs. 6 der Satzung.

9.2 Jeder zusätzlich zu den in der Tagesordnung aufgeführten Anträge während der Mitgliederversammlung eingebrachte Antrag muß vor Behandlung von mindestens 15 Stimmberechtigten gestützt werden und bedarf der Schriftform (Eingangsformel: "Die Mitgliederversammlung möge beschließen ...").

9.3 Sachanträge werden in folgender Weise behandelt:

  • Verlesen des Antrages,

  • Begründung und Stützung durch Antragsteller,

  • Debatte,

  • Schluß der Debatte,

  • Verlesen des Antrages in der letzten Fassung,

  • Abstimmung; abgestimmt wird in der Regel durch Handzeichen; auf Antrag erfolgt die Abstimmung geheim,

  • Bekanntgabe des Ergebnisses.

 

9.4 Liegen mehrere Anträge zur gleichen Sache vor, wird zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt.

9.5 Soweit in der Satzung nicht anders vorgesehen, ist ein Antrag angenommen, wenn die Zahl "Ja-Stimmen" die der "Nein-Stimmen" übersteigt (einfache Mehrheit).

9.6 Bei Stimmengleichheit, oder wenn mehr als die Hälf­te der Stimmen als Enthaltungen abgegeben werden, ist der Antrag gefallen.

9.7 Nach Abstimmung über einen Antrag darf auf derselben Mitgliederversammlung nicht mehr über diesen Antrag verhandelt werden.

9.8 Die Aufhebung eines Beschlusses bedarf der Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.


§ 10 Ordnungsmaßnahmen

10.1 Der Versammlungsleiter kann Redner, die vom Verhandlungsgegenstand abschweifen, zur Sache rufen.

10.2 Ist ein Redner dreimal in derselben Rede zur Sache gerufen worden, so muß ihm der Versammlungsleiter das Wort entziehen, wenn er ihn beim zweiten Verstoß auf diese Folge hingewiesen hat. Die Entziehung des Wortes gilt als Ordnungsruf.

10.3 Der Ordnungsruf und der Anlaß hierzu dürfen von den folgenden Rednern nicht behandelt werden.

10.4 Der Versammlungsleiter kann Anwesende, die die Ordnung verletzen, zur Ordnung rufen. Wegen grober Verletzung der Ordnung kann der Versammlungsleiter den Urheber aus dem Saal weisen.

10.5 Bei dreimaligem Ordnungsruf in derselben Sache kann der Versammlungsleiter den Betreffenden von den weiteren Verhandlungen ausschließen.

10.6 Alle Ordnungsrufe und Verweisungen zur Sache werden im Protokoll vermerkt.

10.7 Bei Unruhe, die den Fortgang der Verhandlungen unmöglich macht, und die auf andere Weise nicht zu beheben ist, kann der Versammlungsleiter die Mitgliederversammlung aussetzen.

10.8 Ordnungsmaßnahmen kann der Versammlungsleiter nur allein treffen. Die Mitglieder können Anträge auf Ordnungsmaßnahmen an den Versammlungsleiter richten.

 

§ 11 Einspruch gegen Ordnungsmaßnahmen

11.1 Gegen einen Ordnungsruf oder gegen den Ausschluß ist Einspruch zulässig. Er ist unverzüglich beim Versammlungsleiter einzulegen.

11.2 Über den Einspruch sowie den entsprechenden Ordnungsruf entscheidet die Mitgliederversammlung ohne Debatte mit einfacher Mehrheit.

11.3 Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.

 

§ 12 Einspruch gegen sonstige Maßnahmen des Versammlungsleiters

12.1 Gegen alle Ermessensentscheidungen des Versammlungsleiters kann unverzüglich Einspruch eingelegt werden.

12.2 Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.


§ 13 Protokoll

13.1 Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll angefertigt (s. § 8, Abs. 5 der Satzung).

13.2 Aus dem Protokoll müssen Tag, Ort, Beginn und Ende der Mitgliederversammlung, Zahl der anwesenden Mitglieder, die genehmigte Tagesordnung und ihr wesentlicher Inhalt (Ergebnisse, Anregungen, Beschlüsse, Änderungen des Protokolls) zu ersehen sein, wobei Anträge und die gefaßten Beschlüsse wörtlich aufzunehmen sind.

13.3 Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterschreiben. Für die Ausfertigung des Protokolls ist der Vorstand verantwortlich.

13.4 Das Protokoll der Mitgliederversammlung wird in seinen wesentlichen Teilen im Mitteilungsblatt des Verbandes veröffentlicht. Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind im veröffentlichten Protokoll besonders hervorzuheben.

 

§ 14 Schlußbestimmungen

14.1 Eine Änderung dieser Geschäftsordnung kann nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

14.2 Über während einer Sitzung auftauchende Zweifel über die Auslegung dieser Geschäftsordnung entscheidet der Versammlungsleiter mit Begründung.

 

§ 15 Inkrafttreten

Diese Geschäftsordnung ist Bestandteil der Satzung. Sie ist durch Beschluß der Mitgliederversammlung am 18. Mai 1985 in Kraft getreten.


Wahlordnung

§ 1 Wahlrecht

1.1 Aktives und passives Wahlrecht auf der Mitgliederversammlung des Berufsve-bandes Deutscher Geowissenschaftler e. V. haben ordentliche und Junior-Mitglieder gemäß § 5, Abs. 1 der Satzung.

1.2 Aktives Wahlrecht haben studentische, außerordentliche und fördernde Mitglieder gemäß § 5, Abs. 2 und Abs. 3 der Satzung. Studentische und außerordentliche Mitglieder haben außerdem das passive Wahlrecht für den Beirat gemäß § 5 Abs. 2 und § 11 Abs. 1 der Satzung.

1.3 Vorschlagsrecht haben die ordentlichen, Junior-, außerordentlichen, studentischen und die fördernden Mitglieder gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung.

§ 2 Wahlausschuß

2.1 Zur Durchführung und Überwachung der Wahl setzt die Mitgliederversammlung einen Wahlausschuß ein.

2.2 Mitglieder des Vorstandes und Beirates dürfen dem Wahlausschuß nicht angehören.

2.3 Der Wahlausschuß besteht aus dem Wahlleiter, zwei Wahlhelfern und dem Schriftführer. Wahlleiter, Wahlhelfer und Schriftführer dürfen nicht gleichzeitig Kandidaten sein.

2.4 Der Wahlleiter übt für die Dauer der Wahl die Rechte und Pflichten des Versammlungsleiters nach Maßgabe der Geschäftsordnung aus.

§ 3 Personaldebatte

3.1 Nur die vorgeschlagenen und vom Wahlleiter bekanntgegebenen Kandidaten können gewählt werden.

3.2 Zwischen Schließung der Kandidatenliste und Durchführung der Wahl kann nach Vorstellung der Kandidaten auf Verlangen eine Personaldebatte stattfinden. Für die Dauer der Personaldebatte ist die Mitgliederversammlung nicht öffentlich.

§ 4 Wahlvorgang

4.1 Alle Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes werden in geheimer Wahl gewählt. Die anderen Mitglieder von Vorstand und Beirat werden auf Antrag geheim, sonst per Handzeichen gewählt. Es gilt § 9 Abs. 1 der Satzung.

4.2 Nach Feststellung der Beschlußfähigkeit wird in jeweils getrennten Wahlgängen die Wahl

  • des Vorsitzenden,

  • der stellvertretenden Vorsitzenden,

  • des Schatzmeisters,

  • des Protokollführers,

  • des Pressereferenten,

  • des Redakteurs der BDG-Mitteilungen,

  • der Mitglieder des Beirates, bestehend aus je zwei Angehörigen der Hochschule, zwei Angehörigen der Wirtschaft,zwei Angehörigen der freiberuflich Tätigen, zwei Angehörigen der Ämter und Behörden undzwei außerordentlichen bzw. studentischen Mitgliedern, wobei mindestens einer Student ist, und die Wahl

  • der beiden Kassenprüfer

vorgenommen.

In einem zweiten Wahlgang wird aus dem Kreis aller gewählten stellvertretenden Vorsitzenden der 1. Stellvertretende Vorsitzende gewählt.

Das Abstimmungsergebnis regelt die weitere Vertretungsfolge.

Die Vertretungsfolge des Vorsitzenden wird alle zwei Jahre auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung neu bestimmt.

4.3 Der Wahlleiter prüft die Stimmberechtigung, eröffnet und schließt die Kandidatenliste und stellt fest, ob die Vorgeschlagenen die Kandidatur annehmen.

4.4 Die Mitglieder des Wahlausschusses verteilen die Stimmzettel und sammeln diese zur sofortigen Auszählung ein.

4.5 Der Wähler tut seinen Willen kund, indem er den (bzw. die) Namen des (bzw. der) zur Wahl stehenden Kandidaten auf dem Stimmzettel vermerkt, markiert oder mit „nein" ablehnt.

4.6 Da die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen entscheidet, sind die Stimmzettel, die auf einen in dem Wahlgang nicht vorgeschlagenen Kandidaten lauten, ungültig.

4.7 Hat im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreicht, so entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.

4.9 Die Wahl gilt dann als rechtskräftig, wenn der Gewählte dem Wahlleiter auf Anfrage öffentlich erklärt, daß er die Wahl annimmt.


§ 5 Mehrheiten

5.1 Drei-Viertel-Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" mindestens ¾ der Zahl der anwesenden Mitglieder erfordert.

5.2 Absolute Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" größer als die Hälfte der Zahl der anwesenden Mitglieder ist.

5.3 Einfache Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" die der "Nein-Stimmen" überwiegt und nicht mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen Enthaltungen sind. Sind mehr als die Hälfte aller Stimmen Enthaltungen, so ist kein Entschluß zu­stande gekommen.

5.4 Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Dies gilt nicht bei geheimen Abstimmungen und bei Stimmenthaltungen des Vorsitzenden. In diesen Fällen gilt ein Beschluß als nicht gefaßt.

5.5 Wird keine Mehrheit ausdrücklich genannt, ist die einfache Mehrheit gemeint (s. § 8, Abs. 4 der Satzung)

§ 6 Protokoll

6.1 Über den Wahlgang ist ein genaues Protokoll aufzunehmen, das vom Wahlleiter, und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

6.2 Der Inhalt von Personaldebatten wird nicht pro­tokol­liert und ist streng vertraulich.

§ 7 Ordnungsbestimmungen

7.1 Wahlvorgänge dürfen nicht unterbrochen werden.

7.2 Bei Zweifel an der Richtigkeit des Verfahrens entscheidet mit Begründung der Wahlleiter.

§ 8 Schlußbestimmungen

8.1 Die Wahlordnung ist Bestandteil der Satzung und der Geschäftsordnung des B-rufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e. V. Sie kann nur mit einer Drei-viertel-Mehrheit der Mitgliederversammlung geändert werden.

8.2 Diese Wahlordnung trat mit der Annahme durch die Mitgliederversammlung des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e.V. am 18. Mai 1985 in Kraft.

Vorliegende Fassung berücksichtigt einen Beschluß der 12. ordentlichen Mitgliederversammlung vom 9. November 2007.

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Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG)
Geschäftsstelle:
Lessenicher Straße 1, 53123 Bonn

Tel.: 0228/696601, Fax: 0228/696603
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.geoberuf.de


Standesregeln der Föderation Europäischer Geologen (FEG / EFG)

Der unten aufgeführte Kodex des beruflichen Verhaltens (Code de Déontologie professionelle) ist vom europäischen Dachverband der nationalen Berufsverbände für Geologen im Jahre 1986 verabschiedet worden. Er ist für alle Mitgliedsverbände bindend, somit auch für alle BDG-Mitglieder.

Präambel

Geologie ist die Wissenschaft, welche sich mit der Erforschung von Aufbau und Entwicklung der Erde, ihrer nutzbaren Bodenschätze und der natürlichen Umwelt befaßt und welche die darauf gewonnenen Kenntnisse in die Praxis umsetzt.

Allgemeine Grundsätze

1. Alle Mitglieder verpflichten sich, ihr berufliches Verhalten nach den Regeln und dem Geist dieses Ehrenkodex auszurichten und das Ansehen ihres Berufsverbandes zu wahren.

2. Die Berufsausübung erfordert ein Höchstmaß an Redlichkeit, Moral, beruflicher Gewissenhaftigkeit und an gesellschaftlicher Verantwortung.

3. Jeder Geowissenschaftler ist verantwortlich für das Bild seines Berufsstandes, welches er seiner Umgebung und der weiteren Öffentlichkeit vermittelt.

4. Jeder Geowissenschaftler ist verpflichtet, das Berufsgeheimnis zu wahren.

Beziehung zu anderen Geowissenschaftlern

5. Jeder Geowissenschaftler soll gegenüber seinen Kollegen, Arbeitgebern und Dritten aufrichtig und loyal handeln. Er ist insbesondere verpflichtet, keine Unwahrheiten zu verbreiten, die einen Kollegen in Verruf bringen.

6. Der Geowissenschaftler erteilt keine Gefälligkeitsunterschriften, handelt nicht gegen die Interessen seiner Auftraggeber und tritt nicht in unredlichen Wettbewerb.

Beziehungen zu Auftraggebern

7. Der Geowissenschaftler muß seine Auftraggeber über die Grenzen von ihm gemachter Aussagen unterrichten.

8. Der Geowissenschaftler muß in Ausübung seines Berufs jede Nachlässigkeit vermeiden. Er ist verpflichtet, seinen Klienten oder die Umwelt vor materiellen und immateriellen Schäden zu bewahren.

9. Der Geowissenschaftler darf keine Tatsachen verändern oder eindeutig technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse zurückhalten, um einen Klienten zu begünstigen.

10. A) Der Geowissenschaftler darf keine Beratung anbieten, die nicht naturwissenschaftlich nachprüfbar ist. Er darf auch keine berufliche Qualifikation anbieten, die er nicht besitzt.

B) Der Geowissenschaftler soll andere Spezialisten hinzuziehen, wenn dies der Erfüllung seines Auftrages dient. In Gutachten und Berichten soll er die Ergebnisse anderer eindeutig kennzeichnen.

C) Der Geowissenschaftler muß in seinen Gutachten auch eindeutig auf die Gefahren und folgen hinweisen, die sich daraus ergeben können, wenn seine Empfehlungen nicht beachtet werden.

11. Der Geowissenschaftler soll sich nicht als unabhängiger Experte in Streitsachen einschalten, für die er fachlich nicht zuständig ist. Er soll sich auch nicht als unabhängiger Experte ausgeben, wenn er vorher in derselben Streitsache schon tätig war.

Anwendung dieser Standesregeln

12. Diese Standesregeln sind für jeden Geowissenschaftler, der einem der Mitgliedsverbände der Federation of European Geologists angehört, verbindlich.

13. Diese Standesregeln gelten für jeden der unter 12. genannten Geowissenschaftler an jedem Einsatzort, es sei denn, es bestehen vergleichbare nationale Standesregeln.


Die zehn Berufsregeln der beratend tätigen Freiberufler im BDG

1. Unabhängigkeit

Die Freiberufler im BDG sind selbständige und unabhängige Berater und Planer.

Sie wahren die Interessen ihrer Auftraggeber und informieren diese, wenn sie mit Ausführungs- oder Lieferfirmen geschäftlich, z. B. über Lizenzverträge oder Geschäftsbeteiligungen, verbunden sind oder Interessenskonflikte denkbar sind.

Sie nehmen für sich bei ihrer Beratungstätigkeit keine Provisionen, Rabatte oder ähnliche Vergünstigungen und benennen Kooperationspartner und Subunternehmer.

2. Integrität

Sie sind integer, fördern das Ansehen ihres Berufsstandes und verstoßen nicht gegen gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen.

3. Kompetenz

Sie übernehmen von Auftraggebern, als Berater deren Vertrauens, nur Aufträge, die sie auf Grund ihrer Erfahrungen, qualifizierten Mitarbeitern und technischer Ausstattung erfolgreich bearbeiten können. Sie sind gewissenhaft und streben eine hohe Qualität ihrer Beratung und durch besondere bürointerne Strukturen eine hohe Qualitätssicherheit an.

4. Fortbildung

Sie und ihre Mitarbeiter nehmen an externen und firmeninternen Fortbildungs- oder Vortragsveranstaltungen teil und halten sich durch Lektüre von Fachliteratur auf dem aktuellen Wissensstand.

5. Lösungsoptimierung

Ihr Beratungs- oder Planungsziel sind ausschließlich sachliche Lösungen, die

- auf dem Stand gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse beruhen,

- sicher und umweltschonend,

- technisch, naturwissenschaftlich und

- wirtschaftlich optimiert sind.

6. Sachlichkeit

Sie präsentieren Ihr Unternehmen korrekt und ausschließlich durch sachliche Informationen. Angaben über Qualifikation und Erfahrung der Inhaber und Mitarbeiter, Mitarbeiterzahl, technische Ausstattung, Tätigkeitsbereiche, Umsätze und sonstiges entsprechen dem derzeitigen Stand; auch Angaben über andere Personen und Institutionen sind sachlich. Ihre Aussagen und Feststellungen sind objektiv und unparteiisch.

7. Verschwiegenheit

Sie geben private, betriebliche oder geschäftliche Informationen über Projekte ihrer Auftraggeber oder über diese selbst, die sie im Rahmen ihrer Beratung erfahren, nur mit Zustimmung des Auftraggebers an Dritte weiter.

8. Angemessenheit von Leistung und Honorar

Sie vereinbaren Honorare, die Art und Umfang der von ihnen zu erbringenden Leistungen angemessen sind. Honorar-Basis ist, soweit anwendbar, die jeweils aktuelle Fassung der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure). Sie befürworten Leistungswettbewerbe und keine Preiswettbewerbe.

9. Versicherungsschutz und Haftung

Sie haben eine mindestens den Forderungen der "Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes..." (RBBau) genügende Berufshaftpflicht-Versicherung und haften nach BGB.

10. Berufsverband

Sie sind berufsständisch durch den BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V., Bonn, vertreten, unterrichten ihre Mitarbeiter über die Berufsregeln und verpflichten sich, diese zu befolgen.