Der BDG unterstützt mit diesem Programm neben Berufseinsteigern und -umsteigern insbesondere Studentinnen und Studenten indem er ihnen einen berufserfahrenen Geowissenschaftler als Kontaktperson vermittelt, der ihnen durch Beratung, Tipps und feedback die berufliche Orientierung erleichtert.

Hier finden Sie...

nähere Informationen zum Mentoring

aktuelle Termine

Erfahrungsberichte

Bewerbungsunterlagen (bitte an BDG - Berlin, Bessemerstr. 76c,12103 Berlin senden)

Bei Fragen wenden Sie sich direkt an Tamara Fahry-Seelig unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
033  209 21246.

 

Informationen über den Arbeitsmarkt finden Sie auch in dem Buch "Geowissenschaftler im Beruf", das der BDG mit der Unterstützung vieler Mitglieder herausgegeben hat.


Nähere Informationen zum Mentoring

Mentoring bedeutet: Eine erfahrene, kompetente, meist ältere Person (Mentor oder Mentorin) begleitet gezielt eine jüngere Person (Mentee) über eine Zeit lang in ihrer beruflichen Entwicklung und unterstützt sie dabei, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln und ihre beruflichen Kompetenzen auszubauen. Im Mentoring Programm des BDG sind das Geowissenschaftler, die z.B. in Geo-Consulting Büros, in der Industrie, der Forschung oder in geologischen Diensten tätig sind. Im Mentoring führen Mentor oder Mentorin und Mentee über 12 Monate hinweg regelmäßige Gespräche in einer Atmosphäre des Vertrauens.

(im Bild: Mentees der Frühjahrsstaffel 2015)

Dabei geht es vor allem um:

  • Beratung und Unterstützung in konkreten Situationen, bei aktuellen Fragen und Schwierigkeiten des Mentee (ohne selbst zu entscheiden!);

  • konstruktives Feedback zu Verhaltensweisen des Mentee;

  • Karriereplanung und Besprechung möglicher Hindernisse;

  • Öffnen von sonst verschlossenen Türen, die es der oder dem Mentee ermöglichen, Ziele zu verfolgen;

  • Gemeinsame Erarbeitung von beruflichen Strategien;

  • Einführung in Netzwerke und Vermitteln von Kontakten;

  • Wiedergabe der eigenen Erfahrungen des Mentors/der Mentorin;

  • Teilnahme am beruflichen Alltag des Mentors/der Mentorin, z.B. durch Begleitung auf Termine;

  • Einführung in informelles Wissen über eine Organisation oder Abläufe im Berufsleben, die nicht in Lehrbüchern nachzulesen sind.

 

Die Mitgliedschaft im BDG ist Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Programm, sie kann allerdings auch parallel zur Bewerbung als Mentee erfolgen. Über einen Kooperationsvertrag können auch die Mitglieder folgender Verbände am Mentoring Programm teilnehmen:

  • Bundesverband Boden (BVB)

  • Deutscher Verband der angewandten Geographie (DVaG)

  • Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)

  • Verband für Geoökologie Deutschland (VGöD)

Für die Teilnahme an dem Programm müssen wir von den Mentees eine Gebühr erheben, die jedoch erst nach Vermittlung an einen Mentor oder eine Mentorin anfällt. Sie beträgt 150 Euro für BDG Mitglieder und 240 Euro für die Mitglieder der kooperierenden Gesellschaften, die ihren Mitgliedern dann wiederum 90 Euro zurückerstatten.

Das Mentoring Projekt wird von einer Projektlenkungsgruppe begleitet, die sich aus  BDG Mitgliedern sowie Vertretern der kooperierenden Verbände zusammensetzt.

Bei Fragen wenden Sie sich direkt an Tamara Fahry-Seelig unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 033 209 212 46.

 


Aktuelle Termine

Jedes Jahr starten zwei Staffeln - jeweils im  März und Oktober.

Der Bewerbungsschluss für die Staffel, die im Herbst 2017 startet, ist der 07. Mai 2017.

Der Mentoring Workshop für die Frühlingsstaffel findet am 4. April im Museum für Naturkunde Berlin statt.

 


Erfahrungsberichte

Resumee nach zwölf Jahren Mentoringprogramm

Das Mentoring Programm des BDG läuft seit Ende 2003 und erfreut sich zunehmender Beliebtheit – seit Start des Programms haben sich über 300 junge GeowissenschaftlerInnen um eine Teilnahme beworben. Obwohl auch einige Studenten Mentoring nutzen um schon ihr Studium optimal auf den Arbeitsmarkt auszurichten, befindet sich der größte Teil der Mentees in der Berufseinstiegsphase oder dem Wiedereinstieg nach einer Familienpause.

Dementsprechend auch die Motivation der Mentees: die Mehrzahl wünscht sich Unterstützung bei der Entwicklung einer Karrierestrategie und beim Berufseinstieg, dicht gefolgt von Hinweisen für den Aufbau eines eigenen Netzwerkes.

Den Mentees steht ein Mentorenpool „vom Feinsten“ gegenüber: Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Behörden und Geo-Unternehmen, die sich als Mentor zur Verfügung zu stellen, um "unsere" jungen GeowissenschaftlerInnen zu unterstützen.

Die Qualität des Programms wird im wesentlichen gesichert durch den Einführungsworkshop Mentoring für unsere Mentees, bei dem nicht nur über mögliche Chancen den Mentorings, und Ziele gesprochen wird sondern die Mentees auch die Möglichkeit haben, untereinander ein erstes Netzwerk zu erproben.

Im Rahmen der Qualitätskontrolle des Programms fragten wir auch nach der persönlichen und fachlichen Passung von Mentee und Mentor sowie der Zusammenarbeit zur persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mentees:

78 % der Mentees waren zufrieden bis sehr zufrieden mit der Kooperation.
Die Mentoren waren allerdings nur zu 64 % zufrieden bis sehr zufrieden.

Immer wenn eine Mentoring Kooperation als besonders positiv beschrieben wurde, tauchten die Begriffe „hohes Engagement des Gegenübers (Mentee oder Mentor)“ und „vertrauensvoller Umgang“ auf. Umgekehrt wurden in schlechter laufenden Beziehungen neben Zeitmangel auch der Mangel an Engagement und nicht passende Chemie genannt um die Beziehung zu charakterisieren.

Auch die Mentoren haben aus der Zusammenarbeit mit ihrem Mentee eine positive Bilanz gezogen: sie haben ihre Beratungskompetenz gestärkt, den eigenen Werdegang reflektiert und durch neue Anregungen profitiert.

Insgesamt fällt auf, dass die Mentoren nicht nur höhere Ansprüche an die Mentees haben als umgekehrt sondern auch an die Organisation des Mentoring Programms: so waren alle Mentoren (und Mentees) zwar zufrieden bis sehr zufrieden mit der Betreuung durch den BDG, hatten aber eine ganze Reihe an Vorschlägen zur weiteren Optimierung des Programms. Gemeinsamer Nenner war der Wunsch nach einem Netzwerktreffen aller am Mentoring Programm Beteiligten.

 

 

Kurzprotokoll einer Mentoring Kooperation
verfasst von einer Mentee 2005-2006

Auch wenn das Mentoring Programm des BDG als Unterstützung junger GeowissenschaftlerInnen durch Mentoren z.B. beim Einstieg in den Beruf mittlerweile vielen von Ihnen ein Begriff ist, werde ich oft gefragt, was „denn da überhaupt gemacht wird“.

Das hier vorgestellte Kurzprotokoll wurde von einer Mentee einer Frühlingsstaffel erstellt und gibt einen guten Einblick in den Ablauf einer Mentoring Kooperation

Datum
02.November 2005 Bewerbung als Mentee
16.Dezember 2005 Qualifizierungsgespräch mit Vertreter der Projektlenkungsgruppe
23.Februar 2006 Erhalt der anonymisierten Daten einer möglichen Mentorin
02. März 2006 Erhalt der persönlichen Daten der Mentorin

10. März 2006 Erster Telefonkontakt und Terminvereinbarung
16. März 2006 Erstes Treffen in Burgdorf: gegenseitiges Kennenlernen, Absprache der Erwartungen durch das Mentoring, Ausfüllen der Mentoring-Unterlagen
01. April 2006 Teilnahme von Mentee und Mentorin am Mentoring-Workshop in Göttingen

13. April 2006 Telefonat: Absprache bzgl. weiterer Treffen, aktueller Stand der Dissertation mitgeteilt
23. Mai 2006 Telefonat: momentaner Stand zur Dissertation berichtet, Termin für nächstes Treffen vereinbart (07.06.2006), Absprache welche Aufgaben ich bis zu diesem Termin erledige (2 Bewerbungen mit allen Unterlagen erstellen) und was beim Treffen besprochen werden soll.
04. Juni 2006 Telefonat: Absage des Treffens von mir, da Dissertation noch im Juni eingereicht werden sollte.
16. Juni 2006 Telfonkontakt: Dissertation abgegeben, Terminvereinbarung für 26.6.

26. Juni 2006 Treffen in Burgdorf: Besprechung von 2 Bewerbungen; Aufgabe bis zum nächsten Treffen: Recherche nach Firmen, bei denen man sich bewerben kann (z.B. Branchenbuch, Deutscher Akkreditierungsrat)
23. Juli 2006 Telefonat zum Abschluss der Dissertation; Gespräch über aktuellen Stand der Recherche
07. August 2006 Mailkontakt: Übersendung Bewerbung zur Durchsicht
11. August 2006 Treffen in Braunschweig: Durchgehen der erstellten Liste mit möglichen Bewerbungsadressen, Telefonat der Mentorin mit 3 ihr persönlich bekannten Leuten, Besprechung des weiteren Vorgehens (Bewerbungen), Ermunterung am „Altlastentag“ teilzunehmen, Absprache nächstes Treffen am Rande des „Altlastentages“
06. September 2006 Treffen auf dem „Altlastentag“ in Suderburg: Gespräch über erfolgte Bewerbungen und Rückmeldung der Firmen, Markierung Adressen von potentiellen Arbeitgebern anhand der Teilnehmerliste; weiteres Vorgehen wie bisher
20. September 2006 Telefonat über das 2. Vorstellungsgespräch bei der GRS

21. September 2006 Telefonat: Mitteilung der Annahme des Arbeitsangebotes bei der GRS zum 15.10. 2006
23. Oktober 2006 Telefonat: Gespräch über das Vorstellungsgespräch bei der Salzgitter AG und die erfolgte Absage sowie über die Arbeit bei der GRS
27. Dezember 2006 Telefonat: Gespräch über eine Absage sowie die Arbeit bei der GRS; Absprache zu einem Gespräch Mitte März

16. März 2007 Abschlusstreffen: Abgabe Kurzprotokoll (mit Ergänzungen an Mentoring-Leitung und Mentee verschickt); Mentee wird bei GRS ins feste Angestelltenverhältnis wechseln.

 

 

 

 

 

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