Erfahrungsberichte

Resumee nach zwölf Jahren Mentoringprogramm

Das Mentoring Programm des BDG läuft seit Ende 2003 und erfreut sich zunehmender Beliebtheit – seit Start des Programms haben sich über 300 junge GeowissenschaftlerInnen um eine Teilnahme beworben. Obwohl auch einige Studenten Mentoring nutzen um schon ihr Studium optimal auf den Arbeitsmarkt auszurichten, befindet sich der größte Teil der Mentees in der Berufseinstiegsphase oder dem Wiedereinstieg nach einer Familienpause.

Dementsprechend auch die Motivation der Mentees: die Mehrzahl wünscht sich Unterstützung bei der Entwicklung einer Karrierestrategie und beim Berufseinstieg, dicht gefolgt von Hinweisen für den Aufbau eines eigenen Netzwerkes.

Den Mentees steht ein Mentorenpool „vom Feinsten“ gegenüber: Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Behörden und Geo-Unternehmen, die sich als Mentor zur Verfügung zu stellen, um "unsere" jungen GeowissenschaftlerInnen zu unterstützen.

Die Qualität des Programms wird im wesentlichen gesichert durch den Einführungsworkshop Mentoring für unsere Mentees, bei dem nicht nur über mögliche Chancen den Mentorings, und Ziele gesprochen wird sondern die Mentees auch die Möglichkeit haben, untereinander ein erstes Netzwerk zu erproben.

Im Rahmen der Qualitätskontrolle des Programms fragten wir auch nach der persönlichen und fachlichen Passung von Mentee und Mentor sowie der Zusammenarbeit zur persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mentees:

78 % der Mentees waren zufrieden bis sehr zufrieden mit der Kooperation.
Die Mentoren waren allerdings nur zu 64 % zufrieden bis sehr zufrieden.

Immer wenn eine Mentoring Kooperation als besonders positiv beschrieben wurde, tauchten die Begriffe „hohes Engagement des Gegenübers (Mentee oder Mentor)“ und „vertrauensvoller Umgang“ auf. Umgekehrt wurden in schlechter laufenden Beziehungen neben Zeitmangel auch der Mangel an Engagement und nicht passende Chemie genannt um die Beziehung zu charakterisieren.

Auch die Mentoren haben aus der Zusammenarbeit mit ihrem Mentee eine positive Bilanz gezogen: sie haben ihre Beratungskompetenz gestärkt, den eigenen Werdegang reflektiert und durch neue Anregungen profitiert.

Insgesamt fällt auf, dass die Mentoren nicht nur höhere Ansprüche an die Mentees haben als umgekehrt sondern auch an die Organisation des Mentoring Programms: so waren alle Mentoren (und Mentees) zwar zufrieden bis sehr zufrieden mit der Betreuung durch den BDG, hatten aber eine ganze Reihe an Vorschlägen zur weiteren Optimierung des Programms. Gemeinsamer Nenner war der Wunsch nach einem Netzwerktreffen aller am Mentoring Programm Beteiligten.

 

 

Kurzprotokoll einer Mentoring Kooperation
verfasst von einer Mentee 2005-2006

Auch wenn das Mentoring Programm des BDG als Unterstützung junger GeowissenschaftlerInnen durch Mentoren z.B. beim Einstieg in den Beruf mittlerweile vielen von Ihnen ein Begriff ist, werde ich oft gefragt, was „denn da überhaupt gemacht wird“.

Das hier vorgestellte Kurzprotokoll wurde von einer Mentee einer Frühlingsstaffel erstellt und gibt einen guten Einblick in den Ablauf einer Mentoring Kooperation

Datum
02.November 2005 Bewerbung als Mentee
16.Dezember 2005 Qualifizierungsgespräch mit Vertreter der Projektlenkungsgruppe
23.Februar 2006 Erhalt der anonymisierten Daten einer möglichen Mentorin
02. März 2006 Erhalt der persönlichen Daten der Mentorin

10. März 2006 Erster Telefonkontakt und Terminvereinbarung
16. März 2006 Erstes Treffen in Burgdorf: gegenseitiges Kennenlernen, Absprache der Erwartungen durch das Mentoring, Ausfüllen der Mentoring-Unterlagen
01. April 2006 Teilnahme von Mentee und Mentorin am Mentoring-Workshop in Göttingen

13. April 2006 Telefonat: Absprache bzgl. weiterer Treffen, aktueller Stand der Dissertation mitgeteilt
23. Mai 2006 Telefonat: momentaner Stand zur Dissertation berichtet, Termin für nächstes Treffen vereinbart (07.06.2006), Absprache welche Aufgaben ich bis zu diesem Termin erledige (2 Bewerbungen mit allen Unterlagen erstellen) und was beim Treffen besprochen werden soll.
04. Juni 2006 Telefonat: Absage des Treffens von mir, da Dissertation noch im Juni eingereicht werden sollte.
16. Juni 2006 Telfonkontakt: Dissertation abgegeben, Terminvereinbarung für 26.6.

26. Juni 2006 Treffen in Burgdorf: Besprechung von 2 Bewerbungen; Aufgabe bis zum nächsten Treffen: Recherche nach Firmen, bei denen man sich bewerben kann (z.B. Branchenbuch, Deutscher Akkreditierungsrat)
23. Juli 2006 Telefonat zum Abschluss der Dissertation; Gespräch über aktuellen Stand der Recherche
07. August 2006 Mailkontakt: Übersendung Bewerbung zur Durchsicht
11. August 2006 Treffen in Braunschweig: Durchgehen der erstellten Liste mit möglichen Bewerbungsadressen, Telefonat der Mentorin mit 3 ihr persönlich bekannten Leuten, Besprechung des weiteren Vorgehens (Bewerbungen), Ermunterung am „Altlastentag“ teilzunehmen, Absprache nächstes Treffen am Rande des „Altlastentages“
06. September 2006 Treffen auf dem „Altlastentag“ in Suderburg: Gespräch über erfolgte Bewerbungen und Rückmeldung der Firmen, Markierung Adressen von potentiellen Arbeitgebern anhand der Teilnehmerliste; weiteres Vorgehen wie bisher
20. September 2006 Telefonat über das 2. Vorstellungsgespräch bei der GRS

21. September 2006 Telefonat: Mitteilung der Annahme des Arbeitsangebotes bei der GRS zum 15.10. 2006
23. Oktober 2006 Telefonat: Gespräch über das Vorstellungsgespräch bei der Salzgitter AG und die erfolgte Absage sowie über die Arbeit bei der GRS
27. Dezember 2006 Telefonat: Gespräch über eine Absage sowie die Arbeit bei der GRS; Absprache zu einem Gespräch Mitte März

16. März 2007 Abschlusstreffen: Abgabe Kurzprotokoll (mit Ergänzungen an Mentoring-Leitung und Mentee verschickt); Mentee wird bei GRS ins feste Angestelltenverhältnis wechseln.

 

 

 

 

 

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