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Auf dem BDG-Studienforum Geowissenschaften in Berlin wurden die Anforderungen der Geo-Büros als potenzielle Arbeitgeber an die Absolventen diskutiert. Neben dem geowissenschaftlichen Fachwissen, das durch gute Noten belegt sein soll, spielen auch Persönlichkeit, die Fähigkeit, verbindlich und kompetent mit Kunden zu interagieren, Aufgeschlossenheit und – vor allem – erste praktische Erfahrungen eine Rolle.

Diese sollten sich sowohl auf die Geländetätigkeit als auch auf die Gutachtenerstellung beziehen. Viele Consulting-Büros stellen bevorzugt Absolventen ein, die sie vorher bereits über ein dort absolviertes Pflichtpraktikum oder im Rahmen einer Hilfstätigkeit kennenlernen konnten. „Das verschafft uns einen großen Vorteil“, so Klaus Bücherl von der Firma tewag aus Regensburg, „da diese jungen Geowissenschaftler schon unsere Strukturen und Arbeitsweisen kennen und bewiesen haben, dass sie in das Team passen“.

Seitens der Universitäten ist häufig nicht klar, welch große Rolle die Berufspraktika bei der Berufswahl spielen.  In Studienreformprozessen kommt regelmäßig die Frage auf, ob die verpflichtenden Betriebspraktika nicht verkürzt oder sogar weggelassen werden können. Das ist nach Ansicht des BDG eine gefährliche Idee, denn andere, ebenfalls in das Berufsfeld drängende Ausbildungsgänge haben heute schon einen gewissen Wettbewerbsvorteil bei der Praktikumsplatzsuche. Beinhalten Bachelorstudiengänge in den Geowissenschaften normalerweise ein Praktikum zwischen 4 und 8 Wochen, absolvieren Studierende von Fachhochschulstudiengängen, z.B. im Bereich Umwelt, ein 18-wöchiges Pflichtpraktikum.

Dazu führt Dr. Friedwalt Weber, stellvertretender Vorsitzender des BDG im Nachgang zu der Sitzung aus, dass viele Geo-Büros, genauso wie Ämter und Behörden, fast ausschließlich ausbildungsbegleitende Praktika (Pflichtpraktika) anbieten, da die Studenten im Rahmen ihrer Ausbildung weiterhin sozialversichert sind. Bei einem freiwilligen Praktikum ist das hingegen nicht der Fall; außerdem ist der Arbeitgeber in diesem Fall verpflichtet, den Mindestlohn zu zahlen.  

Der BDG plädiert daher dafür, auch weiterhin Pflichtpraktika indas Curriculum geowissenschaftlicher Studiengänge einzubinden, wobei eine Mindestdauer von 4 Wochen nicht unterschritten werden sollte. So kann die von den Arbeitgebern gewünschte Praxiserfahrung direkt vor Ort erworben werden.

Das Studienforum wird seit 9 Jahren vom Ausschuss Hochschulen und Forschungseinrichtungen (AHF) des BDG angeboten, um Studienberatern, Studiengangsmanagern, Studiendekanen und Studierendenvertretungen der geowissenschaftlichen Studiengänge an den Hochschulen Deutschlands ein Podium zum Austausch untereinander zu bieten. Dabei werden regelmäßig wichtige  Aspekte der geowissenschaftlichen Ausbildung diskutiert. Ansprechpartnerin ist die Sprecherin des Ausschusses Dr. Ulrike Wolf-Brozio.

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