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Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt, mit dem Ziel, Gesteine, die aufgrund ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.Termine

07.05.2020 Taufe des Andesit als Gestein des Jahres 2020 in Mammendorf (Sachsen-Anhalt)

 Das bekannteste Gestein der Welt? Der Andesit ist das Gestein des Jahres 2020

 

„Andesit? – Nie gehört…“ werden Sie sich jetzt wahrscheinlich sagen. Aber dennoch kann man davon ausgehen, dass etwa 170 Millionen Menschen weltweit der englische Namen „Andesite“ etwas sagt, nämlich den Nutzern des Spielkonsole-, Smartphone- und PC-Games „Minecraft“. Bei diesem zurzeit erfolgreichsten, weil meistverkauften, Spiel der Welt kann der Nutzer unter anderem Rohstoffe als würfelförmige Blöcke abbauen („mine“) und zur Erstellung von Bauwerken, Werkzeugen und anderen Gegenständen nutzen („craft“). Einer der Gesteinsrohstoffe ist das Gestein des Jahres 2020, der Andesit.

Poster zum Gestein des Jahres

Broschüre zum Gestein des Jahres

Gedruckte Exemplare können Sie über die Bonner Geschäftsstelle des BDG anfragen (solange der Vorrat reicht).

   

Das Gestein Andesit ist nicht nur ein virtueller Rohstoff, sondern ein sehr reelles vulkanisches Gestein, das an vielen Orten der Erde vorkommt. Dies ist auch an seinen beiden Bezeichnungen „Andesit“ (nach der Anden-Gebirgskette) und dem seltener synonym gebrauchten „Islandit“ erkennbar.

Andesit prägt neben anderen vulkanischen Gesteinen den Vulkanismus der Subduktionszonen, bei denen eine tektonische Platte unter die andere in den Erdmantel abtaucht und zum Teil aufgeschmolzen wird. Durch diesen Vulkanismus an Erdplattengrenzen entstehen Gebirgsketten wie z. B. die Anden, aber auch sogenannte Inselbögen, in denen die Kruste durch diese tektonischen Vorgänge und dem damit verbundenen Vulkanismus verdickt ist. Beispiele hierfür sind die  Philippinen, die Marianen, Japan oder die Alëuten. Der Andesit ist somit eines der entscheidenden Gesteine des „Pazifischen Feuerrings“, jener Vulkankette, die sich entlang der Plattengrenzen nahezu komplett einmal rund um den Pazifik zieht. Aber auch auf Vulkaninseln wie Island oder bei kontinentalen Vulkanen, die nicht von Subduktionszonen beeinflusst sind, finden sich Andesite. In Deutschland findet man Andesit u.a. im Saar-Nahe-Gebiet, im Westerwald, im Thüringer Wald, im Flechtinger Höhenzug, in der Vorerzgebirgssenke, der Döhlen Senke und in NW-Sachsen. Die Andesitvorkommen in Deutschland bildeten sich im sog. Permokarbon vor ungefähr 300 Millionen Jahren.erfün des Jahres

2019: Schiefer

2018: Steinkohle

2017: Diabas

2016: Sand

2015: Gneis

2014: Phonolith

2013: Kaolin

2012: Quarzit

2011: Tuff

2010: Kalkstein

   

Der Andesit ist ein besonders hartes und widerstandsfähiges vulkanisches Gestein. Er findet Verwendung als Schotter oder Splitt im Straßen-, Wege,- und Gleisbau sowie als Zuschlag für die Beton- und Asphaltherstellung. Es gibt in Europa auch Standorte, an denen der Andesit als Naturwerkstein abgebaut wird, z. B. in Südtirol oder auf dem Peloponnes bei Sparta. Die letztgenannte Lagerstätte ist schon seit der Antike bekannt („Lapis Spartanus“ oder „Lapis Croceus“ – Krokeischer Stein).

Weiterführende Informationen zu Andesite

Kontakt:

Dr. Manuel Lapp (Sprecher des Kuratoriums, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Dr. Peter Müller (BDG-Geschäftsführer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


 

 

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