Anwendergruppe 3D-Geologie und GIS

2. Treffen der Arbeitsgruppe 3D Geologie und GIS

Am 23.01.2019 fand das zweite Treffen der Arbeitsgruppe 3D Geologie und GIS in Berlin statt. Die Arbeitsgruppe wird getragen vom Forum Geoinformationstechnologie des Berufsverband deutscher Geowissenschaftler e.V. und der Fachsektion für Geoinformatik der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung. Wie beim ersten Mal  erfolgte eine tatkräftige Unterstützung durch ESRI Deutschland.

Konnte man beim ersten Treffen auf 40 Teilnehmer zählen, so hatten sich zum zweiten Treffen 70 Teilnehmer angemeldet. Damit war der anvisierte Raum im Naturkundemuseum Berlin zu klein und man musste auf den Vortragsraum der Leibnitz Gesellschaft – ca. 200 m weiter, ausweichen.

Spezieller Gast dieses Treffens war Hr. Chris Andrews von der ESRI Hauptverwaltung in Redlands, Produktmanager für 3D und Smart Cities, der eine Zukunftsvision eines 3D GIS vor dem Hintergrund der heutigen Möglichkeiten präsentierte. Ein besonderer Fokus wurde auf die Schnittstelle von GIS und BIM und die Darstellung des Untergrundes mit der Präsentation des Voxel Scene Layer gelegt. Interessant war auch die Ankündigung, dass ESRI beabsichtigt, viele offene Standards in ihre Umgebung übernehmen zu wollen.

Wie weit die Entwicklungen gediehen sind, wurde in einem weiteren Vortrag deutlich, wo Beispiele der Integration von 3D Grenzflächenmodellen, die von anderen Softwareherstellern stammen, gezeigt wurden. Mit neuen Methoden auch mit Integration der  Geologischen Toolbox, die von der Fachhochschule Bochum in Verbindung der 52°North Initiative unter der Mitwirkung von Prof. Dr. Benno Schmidt entwickelt wird, war ein guter Einblick in den Untergrund möglich. Durch ein Modell slicen, sowie unterschiedliche Darstellungen und Berechnungen sind möglich. I3S oder 3DPS scheinen hier aufkommende Standards zu sein, die 3D –Inhalte schnell über Web transportieren lassen.

Weitere Vorträge beschäftigten sich mit dem Einsatz von GIS in Zusammenspiel mit 3D Punktwolken und 3D Streckenführungen im Bergbau. So stellte die NAGRA einen speziellen Viewer vor und die RAG zeigte den Einsatz von mobilen Scannern im oberflächennahen Altbergbau und die Umsetzung der Ergebnisse in einem 3D GIS.

Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Systemen ist das Stichwort der Zukunft. Ein anderes ist Connected BIM. Eine Lösung kam von der Firma Autodesk.

Last not least wurden am Beispiel von Darmstadt 3D die Schwierigkeiten des Zusammenspiels der unterschiedlichen Daten deutlich. Insbesondere sind die verfügbaren Datenbestände untereinander nicht abgestimmt. Einbindetiefen von Gebäuden in den Untergrund sind nicht bekannt und müssen abgeschätzt werden. Dennoch zeigte auch ein nicht ganz vollständiges Abbild den großen Nutzen integrierter 3D Modelle  zur Lösung städtischer Probleme.

Wie geht es weiter?

Die Vorträge sind hier abrufbar.  Im GeoNet von ESRI gibt es zudem noch eine Diskussionsgruppe zum Thema. Bestimmte Themen sollen in kleineren Arbeitsgruppen beleuchtet werden. Wer hieran an Interesse hat, der melde sich bitte bei einem der Autoren.

Heinz Elfers, Leiter des Forum Geoinformationstechnologie des BDG – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Rouwen Lehné, Leiter Fachsektion Geoinformatik der DGGV - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Holger Lipke, - ESRI Deutschland GMBH - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Auftaktveranstaltung 2018

Die Auftaktveranstaltung der Anwendergruppe fand am 12. April 2018 in der Berliner Geschäftsstelle des BDG im Naturkundemuseum statt.

Initiatoren waren Heinz Elfers, der das frühere Forum EDV im  BDG zum Forum für Geoinformationstechnologie umfirmierte und Rouwen Lehné, Leiter der Fachsektion Geoinformatik der DGGV. Unterstützt wurde diese gemeinsame Aktion von der Firma ESRI insbesondere Holger Lipke.(s. Bild) Die rd 40 Teilnehmer aus Behörden, der Forschung und Unternehmen diskutierten angeregt – denn auch wenn 3D Modellierung mittlerweile ein gängiges Werkzeug zur Beschreibung des Untergrundes ist, sind Darstellungen i.d.R. nur in den benutzen Softwarelösungen möglich - der gegenseitige Austausch von Informationen ist beschränkt und ist oftmals mit Informationsverlust verbunden. Vor dem Hintergrund des Einzugs von BIM (Building Information Modeling) wird ein verlustfreier Austausch von Information verbunden mit einer plattformunabhängigen Darstellung zukünftig an Bedeutung gewinnen. Das feed-back der Teilnehmer war durchgängig positiv – man wünsche sich, dass es weitere Veranstaltungen gäbe. Der Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ des BMVI legt fest, dass ab 2020 alle Großprojekte des Bundes nach BIM umgesetzt werden müssen – Ziel des Anwendertreffens wird es daher zukünftig sein, hierfür Anforderungen zu definieren und Erfahrungen auszutauschen

 

Über das Forum Geoinformationstechnologien

Die elektronische Datenverarbeitung ist ein unverzichtbares Hilfsmittel eines jeden Geowissenschaftlers und daher zu Recht bereits im Studium verankert.

Waren es früher komplizierte und zumeist proprietäre Programme, zum Beispiel zur Erhebung von Statistiken oder zur Ablage und Darstellung von Informationen, können heute Geofach- und Fernerkundungsdaten sowie Karten oder auch ganze Kartenwerke digital abgerufen, dargestellt und zusammen mit eigenen Daten prozessiert und analysiert werden.

Konstruktion, Pflege, Darstellung, Auswertung und Qualitätssicherung sind in der Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften ohne elektronische Hilfsmittel nicht mehr möglich. Digitale Werkzeuge entwickeln sich in modernen Arbeitsprozessen von elektronischen Hilfswerkzeugen hin zu essentiellen Bestandteilen einer potenten und nachhaltigen Wertschöpfungskette. Dies erfordert auch für den Geowissenschaftler einen stetigen Lernprozess im Umgang mit den Informationstechnologien.

Einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu pflegen, neue Entwicklungen anzustoßen und aufzuzeigen, von einander lernen - dass sind die Grundlagen und Ziele des Forum Geoinformationstechnologien.
Innerhalb des BDG sind die Mitglieder des Forum Geoinformationstechnologien Ansprechpartner für alle Fragen zur EDV und beraten Mitglieder und Vorstand.

Sprecher des Forum Geoinformationstechnologien

Heinz Elfers
Dipl. Geologe, Geologiedirektor, European Geologist
Leiter des Fachbereichs
Fachinformationssystem Geologie

Geologischer Dienst NRW - Landesbetrieb -
De-Greiff-Str. 195
D-47803 Krefeld

Tel : +49 (0)2151 897 410
Fax: +49 (0)2151 897 222
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.gd.nrw.de

Privat:
Ringstr. 18
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