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Die traditionelle Austauschsitzung zwischen BDG und seinem Versicherungspartner HDI fand am 26. April 2019 in den Räumlichkeiten der Kölner Marienburg statt.

Neben der Behandlung aktueller Schadensbeispiele wurde aus aktuellem Anlass das sog. „Genossenschaftsmodell“ als ein Zusammenschluss von kleineren Geo- und Ingenieurbüros für die Akkreditierung und Notifizierung für die Probenahme von Boden und Bodenaushub diskutiert. Der Hintergrund: Im aktuellen Referentenentwurf der Bundes-Bodenschutzverordnung, die Teil der Mantelverodnung ist, ist vorgesehen, dass die Probenahme zukünftig nur noch durch nach DIN EN ISO/IEC 17025 oder DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditierte oder nach Regelungen der Länder gemäß § 18 BBodSchG notifizierte Untersuchungsstelle durchgeführt werden darf. Das Ziel ist, dass die höheren Anforderungen an die Untersuchungsstellen zu einer Qualitätssteigerung bei der Probenahme führen. Die Bildung von Genossenschaften (o.ä.) durch kleine Geo- und Ingenieurbüros, für die eine Akkreditierung bzw. Notifizierung aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht machbar ist, soll verhindern, dass diese Büros vom Markt ausgeschlossen werden und es so zu empfindlichen Engpässen im Bereich der verfügbaren Probenahmestellen kommt.

Ursprünglich wurde der Begriff „Genossenschaftsmodell“ durch den V18 Vereinigung der Sachverständigen und Untersuchungsstellen nach §18 BBodSchG e.V. ins Spiel gebracht. Infolgedessen hat sich der Begriff „Genossenschaftsmodell“ bei vielen Akteuren als möglicher Lösungsansatz der oben beschriebenen Problematik etabliert, ohne jedoch bisher bezüglich der praktischen Umsetzbarkeit im Detail betrachtet worden zu sein. Ob ein solches Modell den hohen Anforderungen seitens der Akkreditierungsstelle, des Gesetzgebers, der Versicherungen sowie den Anforderungen in der Praxis gerecht werden kann ist daher vollkommen unklar. Um hier die ersten Schritte zu unternehmen kamen Vertreter der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), des Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA), des Versicherers HDI sowie betroffene Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler aus dem Kreise der BDG-Mitglieder zusammen und nutzten die Gelegenheit der Austauschsitzung, um die vielen offenen Fragen in einer konstruktiven Atmosphäre zu diskutieren.

Basierend auf Impulsvorträgen, in welchen die Sicht der Beteiligten dargelegt und so eine Diskussionsgrundlage geschaffen wurde, zeigte sich in der Diskussion schnell, dass die Umsetzung eines solchen Modells mit erheblichen Problemen verbunden ist. Sowohl offene Haftungsfragen als auch damit zusammenhängende Einschränkungen im Hinblick auf die Rechtsform erschweren hier das Beschreiten dieses Weges und lassen ein Genossenschaftsmodell als wenig realistisch erscheinen. Auch weitere alternative Lösungsvorschläge wie z.B. die „Akkreditierung light“ wurden in die Diskussion einbezogen, erschienen aber nicht weniger problembehaftet. Sollte die Bundes-Bodenschutzverordnung in der jetzigen Form verabschiedet werden, ist also davon auszugehen, dass sich auf Grund der höheren formalen Anforderungen an die Untersuchungsstellen die Anzahl der Verfügbaren Probenahmestellen verringert, ohne das momentan konkrete Alternativen zu einer vollumfänglichen Akkreditierung zur Verfügung stehen.

Ein ausführlicherer Bericht mit einer detaillierteren Betrachtung der diskutierten Aspekte folgt in Kürze.

Der BDG dankt allen beteiligten Referenten und den Teilnehmern der Austauschsitzung für die offene und konstruktive Diskussion.

Die Präsentationen der Referenten sind hier verfügbar:

Dr. Stephan Simon: Ergebnisse der Workshops des ITVA im Jahr 2018

Dr. Peter Müller: Das "Genossenschaftsmodell"

Dr. Frank Küchler: Anforderungen an die Akkreditierung von probenehmenden Untersuchungssstellen mit einem oder mehreren Standorten

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