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Nachhaltigkeitsberichterstattung
EU-Kommission: Weiterentwicklung der Richtlinie für nicht-finanzielle Berichterstattung

Veröffentlicht am: // Kategorien: Neuigkeiten

Aus der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) soll die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden. Wird dem vorliegenden Vorschlag der EU-Kommission gefolgt, werden zukünftig mehr Unternehmen der nicht-finanziellen Berichtspflicht unterliegen. Auch auf kleine und mittelständische Unternehmen hätte die Weiterentwicklung der Richtlinie Auswirkungen.

Die EU-Kommission schlägt mehrere Änderungen für die bisherige Praxis der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor. Sie beabischtigt mit ihrem Vorschlag, dass Nachhaltigkeit zukünftig als integraler Bestandteil der Berichterstattung behandelt und somit schrittweise finanziellen Themen gleichgestellt wird. Nach ihrer Verabschiedung auf EU-Ebene muss die Richtlinie bis Ende dieses Jahres in nationales Recht überführt werden und das CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) angepasst werden, damit die Richtlinie auch für deutsche Unternehmen wirksam wird. Die Regelungen sollen nach dem bisherigen Zeitplan ab Januar 2024 für das Geschäftsjahr 2023 gelten.

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die nicht an der Börse gelistet sind, würde es vorerst keine unmittelbaren Änderungen bedeuten. Allerdings wird in dem Vorschlag auf die steigende Nachfrage nach Nachhaltigkeitsinformationen kleiner Unternehmen durch Geschäftspartner, wie z. B. Banken, Versicherungen, Großunternehmen als deren Kunden, oder durch ihre Stellung in der Lieferkette verwiesen. 

Ein Fact-Sheet zur Weiterentwicklung der nicht-finanziellen Berichtspflicht steht online unter folgendem Link zur Verfügung: www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de-DE/Documents/PDFs/Sustainability-Code/DNK-Infoblatt_CSRD_2021_05_19.aspx