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Stellungnahmen des BDG

24. August 2021. Stellungnahme zur Flutkatastrophe

Die Flutkatastrophe, die in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und anderen Orten in Deutschland erhebliche Schäden an Mensch, Gebäuden und Infrastruktur hervorgerufen hat, zeigt wieder einmal überdeutlich, wie sehr geowissenschaftlicher Sachverstand gebraucht wird, um die Bevölkerung vor derartigen Naturkatastrophen besser zu schützen. Digitale Geländemodelle, Bodenkarten, geologische Karten bzw. Informationssysteme sind alle vorhanden. Sie müssen von den Entscheidungsträgern nur genutzt, bedarfsgerecht angepasst und frühzeitig berücksichtigt werden, um gefährdete Bereiche oder Gebäude zu identifizieren.

Geowissenschaftlicher Sachverstand ist schon bei der Raumentwicklungs- und Flächennutzungsplanung notwendig, um beispielsweise Gefährdungen vor Hangrutschungen, Bodenbewegungen, mögliche Überflutungsgebiete oder Undichtigkeiten an Staumauern und Deichen zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieser Sachverstand ist in den Geologischen Diensten der Länder und in geologischen Beratungsbüros vorhanden. Die wissenschaftlichen Aspekte decken die einschlägigen Hochschulinstitute ab. Der BDG fordert alle Entscheidungsträger auf allen politischen Ebenen auf, sich permanent der vorhandenen Expertise zu bedienen, um Flutkatastrophen und andere, dem Klimawandel zuzuschreibende extreme Ereignisse möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen bzw. deren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und die Bevölkerung zu schützen.

 

17. Februar 2021. Erneute Stellungnahme zur Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz

Der BDG hat sich erneut an der Verbändeanhörung zur Mantelverordnung (MantelV) für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz beteiligt. In seiner Stellungnahme begrüßt der BDG ausdrücklich die bundesweite Harmonisierung des Rechtsrahmens sowie die Schaffung eines bundeseinheitlichen Standards für die Verwertung mineralischer Abfälle. Insbesondere der Kompromiss einer fünfjährigen Übergangsfrist gem. § 28, Abs. 2 BBodSchV hinsichtlich der Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 170 oder DIN EN ISO/IEC 17020 bzw. einer Notifizierung nach Regelungen der Länder für die Probenahme von Böden und Materialien stellt aus Sicht des BDG einen gangbaren und vor allem praxistauglichen Weg dar. Die verlängerte Übergangsfrist bietet allen beteiligten Parteien ausreichend Zeit, um sich dem Regime anzupassen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

 

20. Januar 2021. Stellungnahme zur Streichung der W2-Professur Quartärgeologie an der Leibniz Universität Hannover

Durch die von der Landesregierung Niedersachsens auferlegten Sparzwänge sollen in den kommenden Jahren an der Leibniz Universität Hannover 22 Professuren dauerhaft gestrichen werden. Davon betroffen ist auch die zum 31.03.2026 auslaufende W2-Professur für Quartärgeologie am Institut für Geologie. Der BDG nimmt dazu gemeinsam mit der Deutschen Quartärvereinigung (DEUQUA) e.V. und dem Geowissenschaftlichen Studentischen Erfahrungs- und Interessensnetzwerk (GeStEIN) e. V. kritisch Stellung.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

 

30. Oktober 2020. Stellungnahme zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen der Online-Konsulation des Deutschen Nachhaltigkeitsrates

Der BDG stimmt grundsätzlich mit der Einschätzung des Nachhaltigkeitsrats überein, dass es einer massiven Intensivierung der Bemühungen und damit zwingend verbundenen, konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele bedarf. Der BDG begrüßt daher ausdrücklich die ersten Empfehlungen des Nachhaltigkeitsrates als Basis für die weitere Entwicklung. In seiner Stellungnahme macht der BDG auf wichtige Themenfelder sowie zusätzliche Handlungsbedarfe aufmerksam, die aus seiner fachlichen Sicht im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Berücksichtigung finden sollten.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

 

Juni 2020. Diskussionspapier zu den Herausforderungen der universitären Ausbildung im Bereich der Erdsystemwissenschaften in Deutschland

Angesichts der drängenden globalen Herausforderungen wie beispielsweise des fortschreitenden Klimawandels, konkurrierender Landnutzung oder der Sicherung von Rohstoff- und Trinkwasserversorgung ist zu erwarten, dass der gesamte Bereich der Erdsystemwissenschaften eine zunehmend wichtige Rolle für unsere Gesellschaft spielen wird. Die große Resonanz der Nachhaltigkeits- und Klimawandelthematik in der Gesellschaft spiegelt sich jedoch nicht in den Studienanfängerzahlen der Erdsystemwissenschaften und ihrer Disziplinen wider. Um die aktuellen Entwicklungen in der universitären Bildung einzuordnen, möchten die Senatskommission für Erdsystemforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. den Themenkomplex der universitären Ausbildung gemeinsam aufgreifen, die Trends der letzten Dekade beleuchten und die zukünftigen Herausforderungen sowie die zum Teil gegenläufigen Anforderungen aus wissenschaftlicher und berufsständischer Sicht aufzeigen.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier. 

12. Juni 2020. Stellungnahme zum Kabinettsentwurf der Mantelverordnung (MantelV)

Aus Sicht des BDG ist es positiv zu bewerten, dass erstmalig bundeseinheitliche Standards für die Verwertung mineralischer Abfälle geschaffen werden, um die oftmals heterogenen länderspezifischen Regelungen abzulösen. Wir unterstützen das Bestreben, bundesweit einheitlich hohe Qualitätsstandards, besonders im Bereich der Probenahme von Böden und Materialien, zu etablieren. Allerdings sehen wir speziell bei den geplanten Regelungen zur Probenahme noch dringenden Korrekturbedarf, um diese praxistauglich auszugestalten und unverhältnismäßige Preissteigerungen sowie Entsorgungsengpässe zu verhindern.

Die vollständige Stellungnahme des BDG finden Sie hier.

10. September 2019. Stellungnahme zum Referentenentwurf des Geologiedatengesetzes (GeolDG)

Der BDG begrüßt die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Verfügbarkeit von geologischen Daten an die gewandelten Erfordernisse anzupassen. Die an Bedeutung gewinnende Aufsuchung und langfristige Sicherung von heimischen Rohstoffvorkommen, die Bewertung von Georisiken, Entwicklung von Planungsgrundlagen zur umweltverträglichen Nutzung des Untergrundes sowie die aktuell laufende Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Abfall setzen umfassende Kenntnis des Untergrundes seitens der Behörden voraus. Dazu ist die Verfügbarkeit relevanter Geo-Daten eine Grundvoraussetzung. Die Erneuerung und Anpassung des vorkonstitutionellen Lagerstättengesetzes durch den vorliegenden Entwurf des GeolDG wird somit aus Sicht des BDG ausdrücklich begrüßt.

Der vorliegende Referentenentwurf des GeolDG ist eine wichtige Grundvoraussetzung, um den Landes- und Bundesbehörden die notwendigen Informationen zur bestmöglichen Erfüllung ihrer Aufgaben bereit zu stellen. Obwohl dieser Zweck zweifelsohne von übergeordnetem öffentlichem Interesse ist, so ist dennoch von großer Bedeutung, den vom GeolDG direkt betroffenen Unternehmen, durch praxistaugliche Lösungen eine möglichst niederschwellige und einheitliche Übermittlung der im GeolDG definierten Geo-Daten zu ermöglichen. Diese sichert einen reibungslosen Vollzug sowie langfristige Rechtssicherheit. Aus Sicht des BDG besteht diesbezüglich in einigen Punkten zusätzlicher Klärungsbedarf, der im Folgenden erläutert werden soll.

Die vollständige Stellungnahme des BDG finden Sie hier

Juli 2018. Stellungnahme zur erforderlichen Betreuung bei Exkursionen und Praktika

Exkursionen, Kartierungen und Geländepraktika sind integrale Bestandteile eines Studiums der Geologischen Wissenschaften. Der Aufenthalt im Gelände dient der angeleiteten und eigenständigen Anwendung von praktischen Methoden zur Bearbeitung spezifischer Fragestellungen im Gelände. Sicherheitsaspekte müssen hierbei Berücksichtigung finden.

Bei Kartierungen in schwierigem Gelände z.B. Hochgebirge empfiehlt der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) daher aus Sicherheitsgründen einen Betreuungsschlüssel von 1:8. Dasselbe gilt auch für Laborkurse an sehr empfindlichen Großgeräten, die nur in kleinen, händelbaren Gruppen ausgeführt werden sollen.

Ausschuss Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Juli 2018