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Englischsprachige geowissenschaftliche Studiengänge
ein wachsendes Problem für im deutschsprachigen Raum tätige Ingenieurbüros & Industriebetriebe

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Für Ingenieurbüros, die deutschlandweit und bzw. im deutschsprachigen Raum arbeiten, sind sehr gute Deutschkenntnisse für die tägliche Praxis unverzichtbar. Wer Vorgaben aus dem BBodSchG, BImSchG oder anderen Fachgesetzen sicher anwenden will, benötigt ein tiefgreifendes Verständnis der deutschen juristisch-administrativen Fachsprache.

Auch Gutachten und technische Stellungnahmen müssen präzise und rechtssicher auf Deutsch formuliert sein.

 

Wir beobachten allerdings an deutschen Hochschulen einen starken Trend hin zu englischsprachigen Studiengängen – auch in den Geowissenschaften. Die Folge: Immer mehr Bewerbungen erreichen geowissenschaftliche Arbeitgeber mit Deutschkenntnissen auf A1/A2-Niveau, was für eine Tätigkeit im deutschen Verwaltungs- und Gutachtenkontext nicht ausreicht.

 

 Unsere Botschaft an Hochschulen und Kultusministerien:

Diese Programme gehen am Bedarf von Geo-Arbeitgebern vorbei, die im deutschsprachigen Raum tätig sind und auf Kommunikation mit öffentlichen Auftraggebern, Genehmigungsbehörden und anderen Interessensgruppen.

Die deutsche Sprache bleibt im beruflichen Alltag der Branche unverzichtbar.

Durch die Gewinnung englischsprachiger Nachwuchskräfte, die das geforderte deutschsprachige Niveau nicht erreichen, ist auch keine Lösung für den Fachkräftemangel zu erwarten, bzw. das Problem der Anpassung auf die deutsche Sprache wird auf die Arbeitgeber übertragen.

Wir plädieren daher für einen strukturierten Austausch zwischen Hochschulen und geowissenschaftlichen Arbeitgebern. Ein Symposium oder eine gemeinsame Sitzung der Fachgruppen – z. B. auf dem Geologentag – könnte ein wichtiger Schritt sein, um Ausbildung und berufliche Realität wieder näher zusammenzubringen.


Über den Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.

Der BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. vertritt seit mehr als 40 Jahren die Interessen des Berufsstandes der deutschen Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler. Der BDG ist damit zentraler Ansprechpartner bei allen berufsständischen Belangen der verschiedenen Geo-Branchen, wie beispielsweise Umwelt, Baugrund, Geothermie, Rohstoffen und Wasser. Derzeit hat der BDG etwa 2.000 Mitglieder, darunter mehr als 150 Firmen und Unternehmen aus allen Bereichen der Geowissenschaften.


Kontakt:

BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V.

Andreas Günther-Plönes (ploenes@geoberuf.de)

Geschäftsführer